Wasserburg. Das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, ist bei jungen Fahrern dreimal höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Unzählige Gedenkkreuze an den Straßen geben trauriges Zeugnis dafür und erinnern an diejenigen, die aus ihrem oft jungen Leben gerissen wurden. Jedes einzelne Kreuz steht für ein schreckliches Schicksal und ist eines zuviel. Mit „Schatten – Ich wollte doch leben!“ hat der ADAC Südbayern eine außergewöhnliche Ausstellung initiiert, um vor allem junge Menschen wachzurütteln. „Wir wollen damit bewusst Grenzen überschreiten und so junge Leute für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit individueller Mobilität gewinnen“, sagte Dr. August Markl, Vorsitzender des ADAC Südbayern, bei der Premiere der Wanderausstellung in der Berufsschule Wasserburg. Sechs Schicksale – sechs Schatten Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sechs lebensgroße, geschwärzte Figuren. Jede Silhouette steht für einen jungen Menschen, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Besonders betroffen macht dabei die Tatsache, dass es sich hierbei nicht um fiktive Fälle handelt, sondern sich jeder Unfall real ereignet hat. Die bewegenden Texte, die sich auf den Schatten-Figuren befinden, erzählen die tragischen Schicksale der Toten. Neben Schilderungen zum Unfallhergang sind auch persönliche Angaben vermerkt. Zwei Wochen lang sind die Figuren aufgestellt, um betroffen zu machen, wachzurütteln, zum Nachdenken anzuregen und Anlass für Gespräche zu geben. Der ADAC steht nicht nur für die unbestritten positiven Seiten individueller Mobilität, sondern stellt ebenso die Schattenseiten und Gefahren dar. Sein Ziel ist es, mit der Verkehrsaufklärungsaktion „Schatten – Ich wollte doch leben!“ vor allem junge Fahranfänger zu sensibilisieren, somit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten und die Anzahl der Verkehrstoten zu reduzieren. Nach der Premiere in Wasserburg wird die Ausstellung bis Ende 2010 an elf weiteren großen Berufsschulen für jeweils zwei Wochen in ganz Südbayern zu sehen sein. |